Halbe Sachen gibt es nicht bei mir. Und lange gefackelt wird auch nicht. Daher steht als Logo über meinem Arbeitsplatz: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ Erst dann schlafe ich eine Nacht drüber - damit wichtige Dinge reifen können, ich beim zweiten ausgeschlafenen Blick sehe, an welchen Ecken das Gras sprießt und an welchen es eher verdorrt. Und ich habe mein Handwerk von der Pike auf gelernt, ins kalte Wasser springen gehörte da natürlich dazu. Nur so lernt man schwimmen...

Eine meiner Eigenschaften: Wenn ich mich mal an einer Sache festgebissen habe, dann lass ich nicht mehr los. Das heißt, Schwierigkeiten werden nie als persönliche Niederlage, sondern als Herausforderung – „jetzt erst recht“ – betrachtet. Dafür gibt es genügend Beweise.

Beweis Nummer 1: Mein Berufswunsch. Dass ich gerne lese und schreibe (früher Tagebücher, heute Artikel und irgendwann mal ein Buch) wusste ich schon in der ersten Klasse. Verschiedene Praktika bei einer Software-Firma, bei einer Druckerei und schließlich bei der Tageszeitung „Schwarzwälder Bote“ brachten die Erkenntnis: Ich kann gut zuhören, ich kann gut kommunizieren, ich bin wach, neugierig und wissbegierig. Und ich habe einen Blick fürs Wesentliche, für Geschichten und für Menschen.

Beweis Nummer 2: In der 11. Klasse des Gymnasiums hätte ich am liebsten alles hingeworfen, aber ich habe es 1984 geschafft: das Abitur!

Beweis Nummer 3: Das Volontariat beim „Schwarzwälder Bote“, learning by doing und zwar auf allen Ebenen: Fotografieren, Planen, Layouten, PR-Projekte zur Zufriedenheit der Kunden ausführen, Mitarbeiterführung. Eine harte Schule mit damals noch im Zwei-Monats-Rhythmus wechselnden Redaktionsstellen.

Beweis Nummer 4: Das Geldverdienen erst mal hintenan zu stellen, um für sich selbst was zu tun – Schulbankdrücken in Form eines fünfjährigen Studiums der Diplom-Journalistik an der Katholischen Universität in Eichstätt – einer Elite-Uni. Daneben habe ich in jeder freien Minute als freie Mitarbeiterin für die Tageszeitung „Schwarzwälder Bote“ gearbeitet und Urlaubsvertretungen in der Redaktion der „Schwäbischen Zeitung“ gemacht.

Beweis Nummer 5: Ins kalte Wasser springen und etwas Neues ausprobieren, zum Beispiel eine Tätigkeit als Business-Redakteurin bei der führenden Fachzeitschrift für Friseure „TOP HAIR International“. Geschichten bekommen hier einen ganz anderen Schwerpunkt, zudem muss man sich auf dem Parkett der glamourösen Event-Welt bewegen können. Zudem habe ich mich dort unter anderem auch darum gekümmert, dass die neu gestaltete Homepage an den Start gehen kann. Die Pflege des redaktionellen Bereichs gehörte auch dazu.

Beweise lassen sich noch viele erbringen, tagtäglich und gerne auch für Sie! Versuchen Sie es. Sie werden feststellen, dass dies keine leeren Worthülsen sind!